PD Dr. Frank Kurzmann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DFG-Langfristverbundprojekt „Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720 – Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL 17)“

Profil

Am Institut für Germanistik bin ich redaktionell im DFG-Langfristverbundprojekt „Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720 – Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL 17)“ tätig, das am Standort Rostock unter der Leitung von Prof. Dr. Stefanie Arend (Professur für Neuere deutsche Literatur) angesiedelt ist. Für diese Aufgabe kommen mir meine Erfahrungen auf auf dem Gebiet der historisch-theologischen Frühneuzeitforschung zugute. Zu meinen interdisziplinär realisierten Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen u.a. die Eschatologie der Reformationszeit und der Frühen Neuzeit, frühneuzeitliche sakrale Intermedialität, Inter- und Transkonfessionalität, Predigtgeschichte, Paul Gerhardt.


Publikationen (in Auswahl)

  • „Hölle ist, was Ihr draus macht.“ Überlegungen zur Rede von Jüngstem Gericht und Hölle in ausgewählten Schriften Martin Luthers. In: Daphnis 45,1-2 (2017), S. 201–223.
  • Tagungsbericht: Bekenntnisse: Formen und Formeln. 09.02.2018–10.02.2018, Hamburg. In: H-Soz-Kult, 20.03.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7616>.
  • Die Rede vom Jüngsten Gericht in den Konfessionen der Frühen Neuzeit (Arbeiten zur Kirchengeschichte 141) Berlin [u.a.] 2019, VI + 337 S.
  • Rezensionen:
  • European Journal of Theology 29 (2020), 1, S. 85–87 und Theologische Literaturzeitung 145 (2020), 3, Sp. 208–211 (Berthold Schwarz).
  • sehepunkte 20 (2020), Nr. 9 (Jonathan Reinert).
  • ‚Geistliche Objektpermanenz‘. Überlegungen zu einer Trost-Strategie in der Frühen Neuzeit. In: Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen 39 (2018), 1, S. 1–12.
  • Rezension zu: Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik. Hrsg. von Michael Maurer/Christopher Spehr. Tübingen 2019 (Colloquia historica et theologica 5). In: Arbitrium 39 (2021), 2, S. 196–199.
  • Repräsentationen des Göttlichen, des Himmels und der Engel in lutherischen Orgelweihpredigten des 17. Jahrhunderts. In: Schütz-Jahrbuch 42 (2020 [erscheint 2021]), S. 72–78.
  • (zusammen mit Anna Kajsa Hill) Die Verkündigung von Kanzelaltären. In: das münster 74 (2021), 1, S. 28–32.
  • Betend ans Rauchfass greifen, musizierend den Höchsten preisen. Lutherische (Orgel-)Weihpredigten im 16. und 17. Jahrhundert und die Hochschätzung des Mediums der geistlichen Musik. In: Katelijne Schiltz/Lucinde Braun (Hrsg. unter Mitarbeit von Simon Hensel): Orgelpredigten in Europa (1600–1800). Musiktheoretische, theologische und historische Perspektiven. Regensburg 2022, S. 39–58.
  • Die Erschließung der Kirchenräume durch die Einweihungspredigt. In: „Markgrafenkirchen“. Interdisziplinäre Perspektiven auf die protestantischen Sakralbauten des Fürstentums Brandenburg-Bayreuth. Hrsg. von Günter Dippold, Marcus Mühlnikel und Klaus Raschzok. Bayreuth 2022, S. 253–263.
  • Schrift – Hermeneutik – Homiletik. Auslegungen biblischer Texte in lutherischen (Kasual )Predigten der Frühen Neuzeit. In: Evangelisch predigen. Konturen homiletischer Textbezüge. Hrsg. von Sonja Keller und Kristin Merle. Leipzig 2022, S. 45–61.
  • Einweihen in Erwartung des Jüngsten Tages. Betrachtungen zur Thematik des Letzten Gerichts in frühneuzeitlichen Einweihungspredigten. In: Das Jüngste Gericht in den Konfessionen und Medien der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Johann Anselm Steiger und Ricarda Höffler. Göttingen 2023 (The Early Modern World 7), S. 259–274.
  • Art. Klesch, Daniel. In: Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. Hrsg. von Stefanie Arend [u.a.]. Bd. 4. Berlin [u.a.] 2023, Sp. 507–512.
  • Art. Klesch, Christoph. In: Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. Hrsg. von Stefanie Arend [u.a.]. Bd. 4. Berlin [u.a.] 2023, Sp. 500–506.
  • Art. Herrenschmidt, Jacob. In: Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. Hrsg. von Stefanie Arend [u.a.]. Bd. 4. Berlin [u.a.] 2023, Sp. 42–50.
  • Kirchliche Einweihungen in Danzig und Königsberg im 17. und 18. Jahrhundert. Mediale und interkonfessionelle Aspekte. In: Geistliche Intermedialität und Interkonfessionalität in Danzig, Königlich Preußen und Herzoglich Preußen (16. bis 18. Jahrhundert). Zehn Fallstudien. Hrsg. von Johann Anselm Steiger und Ricarda Höffler. Regensburg 2024, S. 263–274.
  • Art. Meyfart, Johann Matthäus. In: Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. Hrsg. von Stefanie Arend [u.a.]. Bd. 5. Berlin [u.a.] 2025, Sp. 559–572.
  • Rezension zu: Herder, Johann Gottfried: Predigten. Riga 1765–1769. Hrsg. von Dominik Fugger und Jenny Lagaude unter Mitwirkung von Christian Scherer. 2 Bde. Berlin 2023. In: Theologische Literaturzeitung 150 (2025), 5, Sp. 401–404.
  • Einweihungspredigten des 16.–18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur frühneuzeitlichen Theologie im Kontext sakraler Intermedialität. Regensburg 2025 (Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit 13).
  • Der Einsatz von Digital Game-Based Learning (DGBL) als Chance für die historisch-theologische Hochschullehre. Ein Beispiel aus dem Themenkreis des protestantischen Kirchenbaus und -raums. In: Kirchengeschichte und Digitale Spiele. Perspektiven auf ein Phänomen populärer Kirchengeschichtskulturen. Hrsg. von Benedict Totsche u. a. Stuttgart 2026, S. 229–237.
  • Ein Plädoyer für die Beschäftigung mit Paul Gerhardt und seinen (nicht-)lyrischen Texten in Studium und Lehre der Kirchengeschichte. In: Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte 75 (2025), S. 134–140.
  • Frömmigkeit als Flow-Erleben. Rezension zu: Björn Klaus Buschbeck: Rosenkränze, Marienmäntel, Seelenhäuser. Gebets‑ und Andachtsübungen des Spätmittelalters zwischen Bildrede, Immersion und Figuration Tübingen 2024 (Bibliotheca Germanica 79). In: Pietas litterata 3 (2025) [erschienen 2026], S. 105–114.
  • Pedantisch und exzessiv? Einblicke in das Predigtwerk Erdmann Neumeisters auf der Grundlage von Beispielen aus verschiedenen Schaffensphasen. Vorgesehen für den Sammelband zur Tagung „Erdmann Neumeister. Galante Poetik – geistliche Intermedialität – gelehrte Polemik.“ Hrsg. von Björn Spiekermann u. a. [erscheint 2026].
  • Neue Überlegungen zum neu entdeckten Lied Paul Gerhardts. Ein Bericht aus der Werkstatt der Gerhardt-Gesamtausgabe. Angenommen für: „Tapfre Leute soll man loben…“. Paul Gerhardt in Lübben – und das Weiterwirken seiner Lieder. Hrsg. von Konrad Klek. Leipzig (Neue Beiträge der Paul-Gerhardt-Gesellschaft 3) [Drucklegung in Vorbereitung, geplant für Ende 2026].
  • Sieg der Schlange über die Schlange. Einblicke in eine Passionsbetrachtung Catharina Regina von Greiffenbergs vor dem Hintergrund ihres durch Prozesse der Zusammenarbeit realisierten sakral-medialen Bezugssystems. In: Zwischen Arbeitsteilung und Kollaboration. Modelle der kreativen Zusammenarbeit in der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Christiane Wiesenfeldt und Roman Lüttin. Heidelberg [Drucklegung in Vorbereitung, geplant für Ende 2026].
  • Lob auf die ersehnte Kamene. Eine wiederentdeckte lateinische Kasualdichtung Paul Gerhardts. In: Zeitschrift für Kirchengeschichte 137 (2026), 2 [Drucklegung in Vorbereitung]. 
  • Rezension zu: Peter Hersche: Kirchen als Gemeinschaftswerk. Zu den wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen frühneuzeitlichen Sakralbaus. Basel [2022]. In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 44 (2025) [in Vorbereitung].
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Vita

Jahrgang 1986

2005 - 2013 Studium der Ev. Theologie an den Universitäten Hamburg und Wien

seit 2013 (mit Unterbrechungen) Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kirchen- und Dogmengeschichte, Universität Hamburg

2015 - 2016 Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs 2008 „Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit“ (assoziiert seit 2013)

2017 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Hamburg. Thema der Dissertation: Die Rede vom Jüngsten Gericht in den Konfessionen der Frühen Neuzeit, ausgezeichnet mit dem Karl H. Ditze-Preis 2017

2017 - 2018 Postdoc-Anschubförderung des DFG-Graduiertenkollegs 2008 „Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit“

04/2019 - 09/2022 Leitung des DFG-Projekts „Theologie und Intermedialität frühneuzeitlicher Einweihungspredigten“ am Institut für Kirchen- und Dogmengeschichte, Universität Hamburg

WiSe 2021/22 Vertretung der Professur für Kirchen- und Dogmengeschichte (Reformation und Neuzeit), Universität Hamburg

10/2022 - 07/2023 Postdoc-Fellow am Maimonides Centre for Advanced Studies - Jewish Scepticism, Universität Hamburg

08/2023 – 07/2026 Wiss. Mitarbeiter im Editionsprojekt „Quellen zu Paul Gerhardts Leben, Wirken und Werk“ am Institut für Christentumsgeschichte und Historische Theologie, Universität Hamburg

05/2024 Habilitation im Fach Kirchen- und Dogmengeschichte an der Universität Hamburg

seit 08/2026 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Langfristverbundprojekt „Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720 – Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL 17)“, Institut für Germanistik, Universität Rostock

seit 10/2026 Professurvertretung (65%) für das Fach Kirchengeschichte, Schwerpunkt Alte Kirche an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Luther-Gesellschaft
  • Mitglied im Verein für Reformationsgeschichte
  • Mitglied der Paul-Gerhardt-Gesellschaft e.V.

PD Dr. Frank Kurzmann

Institut für Germanistik
Philologicum / R 104
Universitätsplatz 3
18055 Rostock

Tel.: 0381 498 2570

E-Mail: frank.kurzmannuni-rostockde