Das Traditionsschiff als Lernort: Digitale Vorbereitung auf den Museumsbesuch

Im Projekt wird ein modular aufgebauter Onlinekurs auf der Lernplattform ILIAS entwickelt, der Schulklassen, Lehrkräften und Studierenden als digitale Vorbereitung auf einen Besuch des Traditionsschiffs im Schifffahrtsmuseum Rostock dient. In videobasierten Formaten, Micro-Lectures und Interviews werden erste Zugänge zu Leben und Arbeit auf See, historischen Entwicklungen sowie gesellschaftlichen Zusammenhängen eröffnet. Ziel ist es, den außerschulischen Lernort systematisch für schulische Bildungsprozesse zu erschließen und den Museumsbesuch bewusster, informierter und intensiver erfahrbar zu machen.

Förderung: Das Projekt wird von der Universität Rostock aus Mitteln des Fonds zur Entwicklung neuer Bildungsangebote des Online-Lernportals „Offene Uni Rostock“ gefördert.

Koordination: Dr. Jens Liebich und Dr. Kristina Koebe

Laufzeit: 2026 bis 2027

KI-gestützte Unterrichtsplanung II: Entwicklung eines Selbstlernangebots für Lehramtsstudierende

Die im Vorgängerprojekt zur KI-gestützten Unterrichtsplanung erarbeiteten und zunächst in Workshops erprobten Inhalte werden in ein betreutes, modular aufgebautes Selbstlernangebot auf der Lernplattform ILIAS überführt. So entsteht ein dauerhaft nutzbares Qualifizierungsformat, das Studierende dabei unterstützt, KI-Werkzeuge reflektiert und didaktisch fundiert für Unterrichtsplanung, Materialentwicklung und Differenzierung im Deutschunterricht einzusetzen. Die Nutzung in anderen Fachbereichen ist möglich und wird von uns unterstützt.

Förderung: Das Projekt wird von der Universität Rostock aus Mitteln des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken (ZSL) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert

Koordination: Dr. Jens Liebich, Dr. Kristina Koebe und Erik Renz

Laufzeit: 2025 bis 2026

Projektseite

KI-gestützte Unterrichtsplanung I: Weiterentwicklung der Schulpraktischen Übungen

Pilotprojekt zur Weiterentwicklung der schulpraktischen Ausbildung mit besonderem Fokus auf KI-gestützte Unterrichtsplanung. Studierende erproben im Rahmen der SPÜ, wie KI-basierte Werkzeuge zur Entwicklung von Unterrichtseinheiten, Materialien und Differenzierungsangeboten sinnvoll und reflektiert eingesetzt werden können. Die im Projekt entwickelten Konzepte werden zunächst in Workshopformaten erprobt und bilden die Grundlage für weiterführende Qualifizierungsangebote wie bspw. die Entwicklung eines digitalen Selbstlernangebots für Lehramtsstudierende.

Förderung: Das Projekt wurde von der Universität Rostock aus Mitteln des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken (ZSL) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert

Koordination: Dr. Jens Liebich und Dr. Kristina Koebe

Laufzeit: 2024 bis 2025

Unterrichtspräsenz und Auftreten vor der Klasse: Theaterpädagogisches Zusatzmodul für die Schulpraktischen Übungen

Konzeption und Erprobung eines ergänzenden Ausbildungsmoduls in Kooperation mit einer Theaterpädagogin und einer erfahrenen Lehrkraft. Ziel ist die Stärkung von Unterrichtspräsenz, performativer Kompetenz und literarästhetischer Vermittlungsformen. Das Modul verbindet praktische Übungen mit didaktischer Reflexion und erweitert das Methodenrepertoire angehender Deutschlehrkräfte.

Förderung: Das Projekt wurde von der Universität Rostock aus Mitteln des Fonds des Prorektors für Studium und Lehre (PSL-Fonds) gefördert

Koordination: Dr. Jens Liebich und Dr. Kristina Koebe

Laufzeit: 2024 bis 2025

Umgang mit diskriminierenden und rassistischen Verhaltensweisen: Qualifizierungsmodul für Lehramtsstudierende

Entwicklung eines praxisnahen Qualifizierungsangebots zur Vorbereitung von Lehramtsstudierenden auf konfliktsensible Unterrichtssituationen im schulischen Alltag. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit JUMP (Mitglied im Beratungsnetzwerk MV) umgesetzt, die Workshops für Studierende durchgeführt und ihre Erfahrungen aus der Präventions- und Beratungsarbeit eingebracht haben. Begleitend bestand ein fachbereichsübergreifender Austausch mit der universitären Arbeitsstelle politische Bildung und Demokratiepädagogik. Auf dieser Grundlage entstehen Handlungsempfehlungen und Materialien für die Begleitung von Praxisphasen in der Lehrkräftebildung.

Förderung: Das Projekt wurde von der Universität Rostock aus Mitteln des Fonds des Prorektors für Studium und Lehre (PSL-Fonds) gefördert

Koordination: Dr. Jens Liebich und Dr. Kristina Koebe

Laufzeit: 2024 bis 2025

Die Geschichten hinter Rostocker Stolpersteinen: Entwicklung von drei Unterrichtsreihen und Bereitstellung von Lehrmaterialien

In mehreren Unterrichtsreihen zum Projektthema haben sich Studierende gemeinsam mit mehreren Rostocker Regionalschulklassen mit den Familiengeschichten hinter verschiedenen Rostocker Stolpersteinen beschäftigt: Wer waren die Mitglieder der Familien Levy, Josephy und Siegmann? Was machte Ihr Leben aus, was taten sie gern, wen liebten sie, was war ihnen wichtig? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten Teils der Unterrichtsreihen. Auf diese Annäherung an die Menschen hinter den Namen und Lebensdaten richtete sich dann der Blick auf das Erleben der 1930er und 1940er Jahre, die Schrecken des Holocaust, die Kindertransporte, das Sterben, aber auch die Bürde des Weiterlebens im Angesicht der Schicksale anderer Familienmitglieder. Am Ende des Projekts haben wir sämtliche Verlaufspläne und Unterrichtsmaterialien der drei Unterrichtsreihen so aufbereitet, dass wir sie nun hier allen interessierten Lehrkräften zur Verfügung stellen können.

Koordination: Dr. Kristina Koebe

Laufzeit: seit 2024

Materialien für Lehrkräfte:

Weltenschreiber für M-V: Literaturvermittlung durch kreatives Schreiben und Begegnung mit Autor:innen

Das Projekt „Weltenschreiber für M-V“ eröffnet Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Zugänge zu Literatur durch Schreibwerkstätten, Leseförderangebote und Fortbildungen. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit mit Autor:innen sowie die Verbindung von Literaturrezeption und eigenem kreativen Schreiben im schulischen und außerschulischen Kontext. Ziel ist es, kulturelle Teilhabe zu stärken, Lesemotivation zu fördern und junge Menschen als eigene Literaturproduzent:innen zu ermutigen.

Förderung: Das Projekt wurde aus Mitteln des Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert

Koordination: Literaturhaus Rostock e. V.

Ansprechpersonen Fachdidaktik Deutsch: Prof. Dr. Tilman von Brand und Susanne Tanejew

Laufzeit: seit 2022

Projektseite

Zwischen Ideologie und Innovation: Die „Pädagogischen Lesungen“ der ehemaligen DDR

Im transdisziplinären Projekt untersuchen Deutsch- und Geschichtsdidaktik an der Universität Rostock ein Korpus von rund 9.500 Pädagogischen Lesungen aus dem Bestand der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung. Ziel ist es, neue Grundlagen fachdidaktischer Forschung für die Fächer Deutsch und Geschichte zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Pädagogischen Lesungen vor allem der politischen Steuerung dienten oder zugleich pädagogische und didaktische Freiräume eröffneten. Zudem werden fachspezifische Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie mögliche Bezüge für aktuelle didaktische Fragestellungen untersucht.

Förderung: Das Projekt wurde aus Mitteln des Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramms „THEORIA“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert

Koordination: Prof. Dr. Tilman von Brand und Prof. Dr. Oliver Plessow

Laufzeit: seit 2019

Projektseite

Literarisches Lernen in inklusiven Lerngruppen: Entwicklung gemeinsamer Zugänge zu Literatur

Im Projekt LLinkL werden Konzepte für literarisches Lernen in inklusiven Lerngruppen entwickelt, erprobt und evaluiert. Im Mittelpunkt stehen Unterrichtsmodelle zu Kürzung und Adaption literarischer Texte, Vereinfachung, Elementarisierung sowie zur Auswahl originaler Texte mit niedrigschwelligen Zugängen. Ziel ist es, gemeinsame Lerngegenstände zu schaffen und möglichst allen Schüler*innen eine individuelle Auseinandersetzung mit Literatur zu ermöglichen.

Förderung: Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde im Rahmen der Initiative „Lehren in M-V“ (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) gefördert

Koordination: Prof. Dr. Tilman von Brand

Projektseite

Lernwerkstatt Deutsch: Theorie-Praxis-Verknüpfung in der Lehrer*innenbildung

Die Lernwerkstatt Deutsch in den Räumen des InFoLaB stellt Lehramtsstudierenden und Dozierenden vielfältige Lehr- und Lernmaterialien für das Fach Deutsch zur Verfügung. Flexible Raumgestaltung, analoge und digitale Unterrichtstechnik sowie didaktische Materialien ermöglichen die Erprobung, Beobachtung und Reflexion von Unterrichtsszenarien. Als universitärer Lern- und Kooperationsort stärkt die Lernwerkstatt den Theorie-Praxis-Bezug in der Lehrer*innenbildung.

Förderung: Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde im Rahmen der Initiative „Lehren in M-V“ (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) gefördert

Koordination: Prof. Dr. Tilman von Brand

Laufzeit: seit 2016

Projektseite

Die Projekte der Arbeitsstelle „Pädagogische Lesungen“ an der Universität Rostock widmen sich der historischen Bildungsforschung zur DDR. Im Mittelpunkt stehen die wissenschaftliche Erschließung und Analyse der Pädagogischen Lesungen als besonderer bildungshistorischer Quellenbestand sowie Untersuchungen zu Narrativen über Schule und Erziehung, institutionellen Praxisformen, Fragen von Leistung, Bewertung und professioneller Selbstdeutung. Die von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften verfassten Texte dokumentieren darüber hinaus Unterrichtspraxis, Professionalisierungsprozesse sowie didaktische und bildungspolitische Leitvorstellungen.

Übergeordneter Förderrahmen:

  • Erste Förderphase (2019–2022): Bildungs-Mythen – eine Diktatur und ihr Nachleben (BMBF-gefördertes Verbundprojekt)
  • Zweite Förderphase (seit 2023): Zwischen Bildungsmythen und Gegenerzählungen (BMBF-gefördertes Verbundprojekt)

Sozialistische Schule zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Leistung im Bildungssystem der DDR

Als Rostocker Teilprojekt der zweiten Förderphase untersucht das Vorhaben historische Vorstellungen von Leistung, Leistungsermittlung und Beurteilungskompetenz im DDR-Bildungssystem. Grundlage ist ein Korpus von rund 2.500 Abituraufsätzen im Fach Deutsch aus den Jahren 1949 bis 1989. Analysiert werden Leistungsbegriffe, Bewertungspraxen, Fragen der Gerechtigkeit sowie individuelle Handlungsspielräume innerhalb schulischer Strukturen.

Förderung: BMBF-Verbundprojekt Zwischen Bildungsmythen und Gegenerzählungen

Koordination: Prof. Dr. Tilman von Brand und Prof. Dr. Katja Koch

Laufzeit: seit 2023

Projektseite

Sozialistische Schule zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Die „Pädagogischen Lesungen“ in der DDR 1950–1989

Das Teilprojekt widmet sich vor allem der Perspektive der Lehrkräfte auf Schule, Leistung, Erziehung und Unterricht. Untersucht werden Deutungsmuster, Handlungsspielräume und professionelle Selbstverständnisse im sozialistischen Bildungssystem. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Schule zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu eröffnen.

Förderung: BMBF-Verbundprojekt Bildungs-Mythen – eine Diktatur und ihr Nachleben

Koordination: Prof. Dr. Tilman von Brand und Prof. Dr. Katja Koch

Laufzeit: seit 2019

Projektseite