Edition der Mittelniederdeutschen Spruchsammlungen erscheint: Launch der kritischen Neuausgabe der „Künstliken Werltspröke“ und des „Rimbökelin“

Edition der Mittelniederdeutschen Spruchsammlungen erscheint: Launch der kritischen Neuausgabe der „Künstliken Werltspröke“ und des „Rimbökelin“

Am 21. November erscheint die neue kritische Edition der mittelniederdeutschen Spruchsammlungen „Künstlike Werltspröke“ und „Eyn schön rimbökelin“. Die Ausgabe kam in Kooperation zwischen den Universitäten Rostock und Oldenburg und der Rostocker Universitätsbibliothek zustande; sie wird in einer Online- wie auch einer Buchversion veröffentlicht. Auf diese Weise ist es gelungen, kaum erschlossene Texte des Niederdeutschen auch digital zugänglich zu machen. 

Mit den ‚Künstliken Werltspröken‘ und dem ‚Rimbökelin‘ wurden ab 1540 zwei niederdeutsche Sammlungen mit gereimten Sprüchen publiziert, denen in der Geschichte der belehrend-unterhaltsamen Texte des deutschen Spätmittelalters eine deutliche Sonderstellung zukommt. 



Kaum erschlossene Texte werden digital zugänglich

Dieses außergewöhnliche, aber kaum erschlossene Textcorpus wird künftig in Form einer Digitalen Edition mit Übersetzung zugänglich gemacht. Sie ist die Grundlage für eine mit umfangreichen Such- und Filterungsoptionen ausgestattete Webpräsentation als auch eine nach Themen geordnete Buchausgabe.

Das Herausgeberteam lädt am 21. November zur Präsentation der innovativen Edition ein. Zugleich wird der erfolgreiche Abschluss eines langjährigen DFG-Projektes gefeiert, das klassische Methoden der germanistischen Philologien gewinnbringend mit Strategien der Digital Humanities zu verbinden wusste. Kurzvorträge geben instruktive Einblicke in die Forschungsarbeit; zudem wird es kurzweilige Lesungen von ausgewählten Sprüchen geben. 

Das Projekt wurde in Kooperation zwischen der Professur für deutsche Sprach- und Literaturgeschichte des Spätmittelalters der Universität Rostock, der Niederdeutschphilologie der Universität Oldenburg und der Universitätsbibliothek Rostock durchgeführt. Die Beteiligten sind Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel, Annika Bostelmann, Hellmut Braun und Dr. Anne Gessing (Universität Rostock), Prof. Dr. Doreen Brandt (Universität Oldenburg) sowie Karsten Labahn und Robert Stephan (Universitätsbibliothek Rostock).

Die Veranstaltung findet am 21. November, 18:00 Uhr, im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) in der Bergstraße 7a, 18057 Rostock statt. 

Kontakt:

Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel

Universität Rostock

Institut für Germanistik

Tel.: +49 381 498-2579

E-Mail: franz-josef.holznagel@uni-rostock.de

 

Lea-Marie Kenzler

Universität Rostock
Presse- und Kommunikationsstelle
Tel.: +49 381 498-1029
E-Mail: lea-marie.kenzler@uni-rostock.de


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