1. Prosawettbewerb

Am 18.01.2016 fand die Preisverleihung zum ersten Prosawettbewerb des Germanistischen Fachschaftsrates statt, bei dem die Autor*innen ihre prämierten Texte selber vorlasen. Falls Ihr die Lesungen noch einmal nachhören wollt oder Ihr neugierig seid, welche Text ausgezeichnet wurden, findet Ihr hier alle Siegertexte versammelt:

Der Stein von Marie Michael
1. Preis der Jury und heuler-Sonderpreis des Germanistischen Fachschaftsrates

Eine Familie von Julia Fischer
2. Preis der Jury

Ves’ Erwachen von Timo Schwichtenberg
3. Preis der Jury

Vorstellung der Jurymitglieder

Wenn Ihr wissen wollt, wer am Ende vor der schwierigen Herausforderung steht, zwischen all den Einsendungen die Gewinnertexte auszuwählen, könnt Ihr euch hier einen Überblick uber die Jurymitglieder verschaffen.

Jury des Hauptwettbewerbs

Stephan Lesker (Juryvorsitzender)

Im Jahr 2005 kam ich zur Aufnahme meines Studiums nach Rostock und habe diese Stadt seither nie für eine längere Zeit verlassen. Als gebürtiger Mecklenburger fühle ich mich in Rostock daheim. Am Institut für Germanistik bin ich im Bereich Forschung und Lehre für das Feld der neueren und neuesten deutschen Literatur zuständig. Meine Forschungsinteressen sind vor allem in der Literatur des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Das Wiederbeleben und Aufrechterhalten des Prosawettbewerbes ist für mich eine ehrenvolle Aufgabe. An literarischem Nachwuchs sollte es einer Stadt wie Rostock, wo so wichtige Autoren wie Walter Kempowski und Uwe Johnson beheimatet waren, nicht mangeln. Daher freue ich mich besonders darauf, Texten junger Autorinnen und Autoren (vielleicht sogar als Erstleser) zu begegnen.

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Stefanie Kohl

Jg. 1985. Aufgewachsen in Malchin. Von 2004 bis 2011 B.A.- und M.A.-Studium der Fächer Germanistik, Öffentliches Recht und Erziehungswissenschaften an der Universität Rostock. Seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uwe Johnson- Professur am Institut für Germanistik an der Universität Rostock.
Die Leidenschaft für Literatur habe ich von meiner Mutter geerbt. Wie sie habe ich in Kindheit und Jugend alles gelesen, was mir in die Hände gefallen ist. Das Germanistikstudium hat die Lesewut dann etwas kanalisiert und meinen Horizont um die Klassiker der Weltliteratur erweitert. An Literatur fasziniert mich immer wieder, wie verschieden man mit Sprache umgehen kann, um Gefühle, Stimmungen, Erlebnisse und so vieles mehr zu beschreiben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was der Prosawettbewerb in dieser Hinsicht zutage fördert.

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Dr. Jan Cölln

Jg. 1968. Aufgewachsen in Hamburg und Emden/Ostfriesland. Seit 1987/88 Studium der Deutschen, Lateinischen und Italienischen Philologie in Göttingen und Bologna. Promoviert 1996 im Bereich Neuere deutsche Literatur, seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Ältere deutsche Literatur und Geschichte der deutschen Sprache am Institut für Germanistik der Universität Rostock.
Seit nun etwa 20 Jahren interessiere ich mich verstärkt auch für Gegenwartsliteratur und es vergeht vermutlich kein Jahr, in dem ich nicht wenigstens ein halbes Dutzend Neuerscheinungen lese. Dabei faszinieren mich die Bücher, deren mitreißender Lesesog mich in Welten zieht, die einen durch die Geschichte und ihre poetischen Ausdrucksqualitäten bewegen, aber auch zum Nachdenken anregen. Zu meinen Highlights gehören z.B. „Der Fall Arbogast“ (2001) von Thomas Hettche, „Nachtzug nach Lissabon“ (2004) von Pascal Mercier, „Hitze“ (2003) von Ralf Rothmann, „Tupolew 134“ (2004) von Antje Rávic Strubel und „Leyla“ (2006) von Feridun Zaimoglu. Aber auch viele andere mehr …

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Karolin Hebben

Ich bin Karolin Hebben, 23 Jahre alt und studiere im ersten Semester Master Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaften. Ich habe mich in diesem Jahr für die Neuauflage des Prosawettbewerbs als studentisches Jurymitglied beworben und freue mich, das Privileg zu haben, die vielen Einsendungen zu lesen und zu genießen, was unsere Studierenden an kreativem Inhalt in verbale Leckerbissen verwandeln. Mich berührt es tief, wenn es so viele Studierende neben ihrem fachbezogenen Studienalltag schaffen, mit freiem Kopf etwas so Schönes wie Prosa zu erschaffen. Ich selbst schreibe nebenbei für eine lokale Tageszeitung und ein Studentenportal.

Jury für den heuler-Sonderpreis des Germanistischen Fachschaftsrates

Anne Halbauer

Ich bin Anne Halbauer und studiere mittlerweile im siebten Semester Deutsch und Französisch auf Lehramt. Mit meiner Teilnahme als Jurymitglied für den heuler-Sonderpreis bei diesem Prosawettbewerb vertrete ich das Studierendenmagazin unserer Universität, den heuler. Dort leite ich seit nunmehr zwei Jahren das Ressort ‚Kultur‘.
Die heuler-Redaktion freut sich besonders auf tiefsinnige Texte, die mit Sprache jonglieren, überraschen und etwas wagen.

Ulrike Wulf

Ich bin gebürtige Rostockerin und habe mich entschieden, auch mein Studium in dieser schönen Stadt an der Ostsee zu absolvieren. Seit 2014 studiere ich Deutsch und Biologie für Lehramt an Gymnasien, kann aber bereits auf einige Jahre Studienerfahrung zurückblicken.
Diese Erfahrung versuche ich in meine seit Mai 2015 begonnene Arbeit im Germanistischen Fachschaftsrat einzubringen und wo es geht Studierende der Germanistik bei ihren Anliegen zu unterstützen.
Schon immer hat mich Sprache fasziniert, sei es in gesprochener Form oder schriftlich durch Prosa oder Lyrik.
Ich lese momentan gern, was junge Leute in verschiedenen Blogs zu ihrem Leben, zum Generationsproblem und überhaupt zu allem zu sagen haben, denn das sind Dinge, die mich selbst gerade beschäftigen. Auch der Poetry Slam-Kultur bin ich sehr zugetan, nicht nur aufgrund der Inhalte, sondern auch wegen ihrer Art der Umsetzung.
Generell stehe ich Literatur sehr offen gegenüber und kann mich für jegliches Thema und jegliche Textart begeistern, solange ich gefesselt oder zum Nachdenken angeregt werde.
Auf die Texte der Wettbewerbsteilnehmer freue ich mich ganz besonders, da ich sehr interessiert an den geistigen Ergüssen der Studenten der Uni Rostock bin.

Steffen Wollschläger

Seit 2011 studiere ich hier in Rostock Gymnasiallehramt mit den Fächern Deutsch und Philosophie. Zwischenzeitlich kam dann noch das Beifach darstellendes Spiel hinzu. Im Fachschaftsrat engagiere ich mich bereits seit dem Sommersemester 2013, zunächst als Fachschaftsratssprecher und seit dem Sommersemester 2015 als stellvertretender Fachschaftsratssprecher. Eines meiner Anliegen dabei war und ist es, das Studium und den Studienalltag aktiv mitzugestalten und so freut es mich sehr, dass wir in diesem Jahr den Prosawettbewerb wiederbeleben konnten und durch den heuler-Sonderpreis in Kooperation mit dem Studierendenmagazin heuler die Teilnehmer*innen des Wettbewerbs zusätzlich unterstützen.
Für Literatur kann ich mich deshalb begeistern, weil ich immer wieder fasziniert davon bin, wie etwas, das aus dem Kopf eines Menschen auf das Papier (oder den Bildschirm) wandert, so lebendig und organisch sein kann, wie die Vielfalt und Absurdität des Alltags in eine so konzentrierte Form gebracht werden kann. Als Musiker habe ich beim Lesen auch immer ein Ohr für den Rhythmus und die Klangvielfalt von Sprache. Ich bin gespannt, was in diesem Wettbewerb auf uns Juror*innen wartet und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen der Nebenjury.

GeFaR - Germanistischer Fachschaftsrat

Institut für Germanistik
Kröpeliner Straße 57
18055 Rostock

E-Mail: fachschaft.germanistik(at)uni-rostock.de